meine Anteile in Mir – wer verbirgt sich alles in Mir und welche Ressourcen besitze ich?!

Wer kennt den Film: „Alles steht Kopf“?

Der Film schlüsselt nicht nur fantastisch die eigenen Anteile für Kinder auf, sondern zeigt auch uns Erwachsenen deutlich, dass verschiedene Anteile uns steuern: Wut, Angst, Ekel, Kummer. Die fünf prägnanten Charaktere aus dem Film.

Um die eigenen Anteile nützlich zu betrachten und positiv kennen zu lernen, schreibe ich Ihnen Fähigkeiten bzw. Ressourcen zu.

Die eigenen Charakter und ihre Ressourcen zu kennen, ist die Königsdisziplin. Wer sich und seine Anteile kennt, kann sich wahrnehmen und steuern. Das Ziel ist natürlich DIE Rolle hervorzuholen, die in der aktuellen Situation nützlich ist, statt sich durch sein Inneres unbedacht steuern zu lassen und die Eigenschaft sprechen zu lassen, die nichts sinnvolles beitragen kann.

Wenn ich zu spät zu Arbeit komme und meine kreative Ressource sprechen lasse, statt die Ehrliche, werde ich wohl sehr wahrscheinlich nicht erfolgreich sein.

„Mein Hund hat meinen Schuh gefressen, daher bin ich zu spät.“ (der kreative Anteil)

„Entschuldigen Sie die Verspätung. Ich habe es nicht rechtzeitig zum Bus geschafft und bin daher zu spät.“ (der ehrliche Anteil)

 

Welche Ressourcen besitzt du?

Wir schlüsseln die Ressourcen etwas auf:

die physischen Ressourcen:

Wie attraktiv bist du?.. (Du sollst nicht überlegen, warum du unattraktiv bist, sondern was an dir Du schön findest.)

Wie geschickt bist du?

Bist du kräftig und fit?

Wie viel protektives Temperament steckt in dir?

(Charaktere: die Attraktive, die Geschickte, die Kräftige und Starke, die Temperamentvolle)

 

die psychischen Ressourcen

Arbeitest du aufmerksam an neuen Wissenständen? Lernst du gern dazu? Bist du lernfähig?

Wie viel Ausdauer besitzt du? Wie ehrgeizig bist du? Wann bist du ehrgeizig?

Wie intelligent bist du? (Du sollst nicht überlegen, ob du intelligent bist, sondern wie viel du deiner Intelligenz und Ressource zutraust) Wie bedacht bist du? Denkst du nach oder agierst du situativ und direkt?

Wie kreativ bist du?

Bist du künstlerisch und musisch begabt? Wie sehr interessiert dich der Bereich?

Bist du motiviert?

Wie stark bist du in der Problembewältigung? Wie bewältigst du Probleme?

Wie viele Anteile kennst du von deinem Selbstbild?

Wie ausgeprägt ist deine soziale Kompetenz?

(Charaktere: die Lernfähige, die Ehrgeizige, die Bedachte, die Kreative, die Künstlerin, die Musikerin, die Motivierte, die Kämpferin, die Soziale)

 

die sozialen Ressourcen (Umweltressourcen)

Wie stabil ist deine Beziehung zu deiner Mutter? Welche positiven Eigenschaften zeichnen deine Mutter aus?

Wie stabil ist deine Beziehung zu deinem Vater?

..Geschwistern?

..Großeltern?

..Verwandten?

..Freunden?

..Gruppen/Vereine?

(Personen deiner Umwelt beeinflussen dich und die bildest stets die Mitte der Menschen, die dich umgeben.)

 

ökonomische/ökologische Ressourcen (Umweltressourcen)

Fühlst du dich gestärkt durch deine Familie?

Wie viel Sicherheit spendet dein Familieneinkommen bzw. der Familienbesitz?

Wie hoch ist dein Verdienst?

Hast du einen Rückzugsort? Ein eigenes Zimmer, eigene Wohnung oder ein eigenes Haus?

Wie stabil ist dein Umfeld? Stärkt dich dein Umfeld?

Bist du gläubig?

Welche Werte, Normen und Regeln stärken dich?

 

Krisen und der Umgang damit:

Welche Krisen hast du bereits gemeistert?

(Charaktere: die Starke)

 

Ich gebe Euch bewusst keine Antwortmöglichkeiten wie eine Skala von Eins bis Zehn oder Worte wie (sehr gut, gut, ein bisschen etc.) pro Frage vor. Ihr sollt Eure Antwort für Euch selbst definieren.

Die Auseinandersetzung mit den eigenen Anteilen in Form von Ressourcen ist der erste positive Blick auf das Selbstbild und der Anfang zur Selbstwirksamkeit und Selbststeuerung. Der Tiefgang und die Ursachen, die Eure erste Einschätzung bestimmen, durchleuchten wir im weiteren Verlauf.

Die Frage: Kannst du verlieren?

Ist mehrdeutig Interpretierbar, denn wer seine Ressourcen nutzt und sich und seine Umwelt positiv wahrnimmt und steuert, erkennt in jeder Situation einen Gewinn.

Die Frage: Hast du schon mal jemanden geärgert?

..führt uns in die tiefere Vergangenheit. Wen hast du geärgert und was hast du gemacht? Wurdest du schon mal geärgert? Durch wen? Was hat derjenige/diejenige gemacht?

Damit beschäftigen wir uns in der Zukunft näher.

 

Hast du dich ein Stück näher kennen gelernt? Diese Frage kann nur mit „Ja“ beantwortet werden, denn selbst wenn es nicht das Gefühl erweckt, hast du dich mit dir beschäftigt und das ist ein Gewinn.